Forschungsförderung durch die Bundesregierung

Das 6. Energieforschungsprogramm vom August 2011

Das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ ist am 1. September 2011 in Kraft getreten. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Federführend ist das BMWi.

Das Energieforschungsprogramm ist eine Maßnahme des Energiekonzepts der Bundesregierung. Ziel ist die Förderung von Forschung und Entwicklung von Energietechnologien, die für den Umbau des Energieversorgungssystems auf Erneuerbare Energien benötigt werden. Im Fokus stehen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Netztechnik und Energiespeicher. Weiterhin geht es um ressortübergreifende Förderinitiativen und die stärkere internationale Vernetzung der Energieforschungsaktivitäten auf EU-, Bundes- und Länderebene.

Für die Jahre 2011 bis 2014 stehen insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro für die Energieforschung bereit. Eigentlich sollten die Mittel überwiegend aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) kommen, der sich vor allem aus dem Verkauf von CO2-Emissionszertifikaten speist. Aufgrund der stark gesunkenen Preise für Emissionszertifikate werden die Mittel nun voraussichtlich aus dem Bundeshaushalt kommen. Die Entscheidung fällt im Rahmen des Wirtschaftsplans 2014 bis zur Sommerpause 2013.

Mehr Informationen: http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=427698.html

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert anwendungsorientierte Forschungsprojekte zu Windenergie, Photovoltaik und zur Integration erneuerbarer Energien in Deutschlands zukünftiges Energiesystem. Ebenfalls werden Projekte in den Bereichen Niedertemperatur-Solarthermie, Solarthermische Kraftwerke, Geothermie, Querschnittsfragen der erneuerbaren Energien sowie Wasserkraft- und Meeresenergie gefördert.

 

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sieht in der Bioenergie einen wichtigen Baustein für den nachhaltigen Energiemix der Zukunft. Es unterstützt die Forschung rund um Bioenergie mit dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“. Weiterhin stehen 2012 über das Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ 3,25 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung im Bioenergie-Bereich zur Verfügung. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe betreut die Programme im Auftrag des BMELV.

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Das BMWi hat die Federführung für das Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Außerhalb des Energieforschungsprogramms fördert das BMWi Forschung und Entwicklung von zukunftsweisenden Energietechnologien in Programmen, in denen die energiepolitischen Aspekte nicht im Vordergrund stehen. Dazu gehören u. a. die Verkehrs- und Luftfahrtforschung sowie die Technologieförderung für den Mittelstand.

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Im Rahmen des 5. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung hat das BMBF das Förderkonzept „Grundlagenforschung Energie 2020+“ entwickelt. Die Förderung soll zur Verdopplung der Energieproduktivität zwischen 1990 und 2020 beitragen. Die Schwerpunkte des Förderkonzepts liegen in den Bereichen:

 

  • hocheffiziente Energieerzeugung, -umwandlung, -speicherung, Endenergienutzung und verlustarmer Energietransport
  • Technologien der nächsten Generation, insbesondere photovoltaische Stromerzeugung und Bioenergie
  • Technologien zur Abscheidung von CO2 aus Kohlekraftwerken und dessen anschließende Speicherung
  • Strahlenforschung und nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung
  • Kernfusionsforschung.